Persönlich

Nach langem Schweigen

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Wie weiter mit dem Blog?

Wo immer es Tipps für Blogger gibt, wird man ermahnt, auf seinem Blog regelmäßig zu veröffentlichen. Die Gründe sind klar: Wenn ich Erwartungen geweckt habe, sollte ich sie nicht enttäuschen, Besucherinnen und Besucher meiner Webseiten nicht warten lassen. Doch das gelingt nicht immer. In den Weiten des Internets gibt es bereits unzählige verwaiste, brachliegende Blogs. MöglicherBlogs2-blweise sind es inzwischen mehrere Millionen, denn täglich werden weltweit viele Tausend Blogs neu gestartet.
Ja, indem ich diese Dimension nenne, möchte ich ein wenig von der eigenen Misere ablenken. Und anklingen lassen, dass ich mich in zahlenmäßig großer Gesellschaft befände, würde ich mit diesem Blog scheitern. Klingt das jetzt, als wäre ich kurz davor, die Flinte ins Korn zu werfen? Als würde ich den Abgang vorbereiten? – Oh nein, so ist es nicht gemeint. Eher als Versuch, die eigene Position zu reflektieren.

 

Öffentlich Tagebuch zu führen, ist zweifellos ein Wagnis

Doch es gibt viele Beispiele dafür, dass diese Gradwanderung gelingen kann

Angetreten bin ich mit der Idee, über meine Haussanierung zu berichten. Doch oft wurde ich gefragt, warum hast Du denn dieses Haus ausgewählt, in diesem Ort, in dem du gar nicht wohnst? Also habe ich begonnen, die Vorzüge und Reize des Ortes zu beschreiben und mit Fotos zu belegen, um meine Entscheidung verständlich zu machen. Aber ich bin ja nicht verblendet, und so musste ich auch die Probleme zur Kenntnis nehmen, die es hier offensichtlich gibt. Aus meiner journalistischen Arbeit weiß ich aber von anderen Orten, die diese Probleme lösen konnten. Warum nicht auch hier?

Das führte dazu, dass ich mich eingemischt und engagiert habe. Inzwischen bin ich Stadträtin und Beigeordnete. Ich danke allen, die mich gewählt haben! Ich war von den Ereignissen ein wenig überrumpelt, schließlich hat sich innerhalb weniger Wochen meine Rolle komplett geändert: von der außenstehenden Beobachterin hin zur Akteurin und Insiderin. In viele Themen der Lokalpolitik muss ich mich erst einarbeiten. Das Hausprojekt ist dabei zeitweise in den Hintergrund gerückt. Auch deshalb die lange Blog-Pause.

Was ist das Thema des Blogs?

Kann die Haussanierung das Haupt-Thema des Blogs bleiben, auch wenn die politischen Themen vielleicht von größerer Tragweite sind?
Bautagebücher gibt es im Internet in großer Zahl. Auf der Baublog-Liste findet man Links zu den unterschiedlichsten privaten Bauprojekten. Oft berichten die Bauherrinnen und -herren, wie sie mit ihrer jeweiligen Baufirma zurecht kommen. Mit Baufirma geht es meist schnell vorwärts, und wenn nicht, können die BloggerInnen auf Ihren Blogs nach Herzenslust über ihren Vertragspartner schimpfen. Ich aber baue mit örtlichen Handwerksfirmen, und wenn jemand bremst, bin meistens ich es. Gründe – siehe oben.

Es wird weitergehen. Versprochen.

Inzwischen sind die neuen Heizungs- und Wasserrohre verlegt. Hier und da bröseln Putz und Mauerwerk. Die Wände sehen scheußlich aus, ich mag gar nicht fotografieren.
Trotzdem wird des weitergehen mit dem Blog. Ich werde weiterhin sowohl über das Haus als auch über den Ort berichten. Auch wenn Baublog und Regionlablog zwei unterschiedliche Genres sind, werde ich versuchen, beide Themen unter einen Hut zu bringen.

2 Kommentare

  1. ich hab‘ schon gedacht, alle Handwerker wären mit Dir zusammen in Urlaub 😉
    Blog schreiben ist wie Unkraut rupfen: die Umstände setzen den Zeitpunkt, nicht die persönliche Situation.

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