Altbausanierung Umbau

Das Dachgeschoss – gestern – heute – morgen

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Kleines Dach, große Aussichten

Zwar habe ich auch im Erdgeschoss schon einiges rausgerissen – zum Beispiel die abgehängten Decken – aber am deutlichsten sind die Veränderungen im Dachgeschoss.

Zwischenstand Rückbau

Der gegenwärtige Zustand

Die Füllungen zwischen den Balken und die Dielen des Spitzbodens haben wir rausgenommen. Ebenso die Verkleidung der Sparren. Das war eine sehr staubige Arbeit.
Für den Umbau der Gaube warte ich jetzt auf den Dachdecker. Der muss ein Gerüst stellen und die alte Deckung der Gaube abnehmen. Dann kommt der Zimmerer dran, der die Gaube abschlägt, die Mittelpfette einsetzt, die neue Gaube baut und die Sparren, soweit nötig, erneuert. Die alten Deckenbalken im Bereich der Gaube kommen weg.
Später soll es etwa so aussehen (gelb=verschwindet, rot=neu):

Planzeichungn Ansicht und Schnitt

Der Raum wird also höher. Die Grundfläche von nicht einmal 40 Quadratmetern lässt sich allerdings nicht vergrößern. Lohnt sich der Aufwand?, muss ich mich unter wirtschaftlichem Aspekt fragen.

Grundriss des Dachgeschosses

Einige Nachbarn rieten mir, einen Balkon anzubauen. Aber das würde zum einen nochmal viel teurer, zum anderen ist es mit denkmalschützerischen Zielen nicht vereinbar, da sind schon die geplanten größeren Fenster in der Gaube grenzwertig. Die aber werden den Raum optisch vergrößern. Die nächste „Wand“ ist dann der Fels auf dem gegenüberliegenden Rheinufer – siehe Foto unten.

Lohnt sich der Aufwand?

Ich denke schon. Zumal das Dach ja „in einem Aufwasch“ auch gedämmt wird. Daran hätte sowieso kein Weg vorbei geführt, will man das Dachgeschoss weiterhin als Wohnraum nutzen. Außerdem werden nach hinten raus neue Dachfenster eingebaut, die nicht nur energetisch besser sind als die alten, sondern auch den Bahnlärm besser abhalten.
Vor allem aber lohnt sich der Aufwand für den atemberaubend schönen Ausblick, den man von hier hat. In den vergangenen zehn Monaten habe ich mehr als 100 Fotos gemacht, und jetzt fällt mir auf, dass ich noch keins hier veröffentlicht habe. Das liegt zum Teil daran, dass es gar nicht einfach ist, gute und vor allem anständig belichtete Fotos von hier aus zu machen. Der Himmel ist weit und der Fluss ist breit und reflektiert das Licht. Das ist wunderschön. Aber die bewaldeten Hänge sind dunkel, und diesen Kontrast – Licht von oben, Licht von unten, Dunkel in der Mitte – überfordert die Kamera und damit mich.
Egal; um meine Gründe für den aufwändigen Dachumbau nachvollziehbar zu machen, hier einige Ausblicke aus dem vergangenen Jahr. (Zum Vergrößern bitte anklicken.)

 

2 Kommentare

    • Danke für das tolle Sonnen-Tool, Albert! Damit kann ich jetzt meine Fotoversuche exakt planen.
      Vom Fotografieren abgesehen: Tagsüber ist es immer hell im Haus, weil der Rhein wie ein großer Spiegel wirkt.

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